Ob Vorstandssitzung, Mitgliederversammlung oder Arbeitstreffen zu einem Thema wie Hüttensanierung oder Jugendarbeit: Wie eine Sitzung gestaltet ist, entscheidet darüber, ob sich eure Mitglieder einbringen wollen - oder lieber schweigen. Denn natürlich sind viele Sitzungen nicht absichtlich einseitig. Oft folgen sie einfach alten Gewohnheiten, und die können wir ändern.
Aber: Mit ein paar gezielten Veränderungen entsteht aus einer Pflichtveranstaltung ein Ort, an dem echter Austausch stattfindet und Entscheidungen gemeinsam getragen werden. Das stärkt nicht nur deine Gruppe oder deine Ortsgruppe, sondern schafft auch echte Freude am Engagement bei den Naturfreunden Bayern.
Übrigens: Der häufigste Stolperstein ist nicht fehlendes Material, sondern fehlende Gewohnheit. Führe nicht alle Methoden auf einmal ein, sondern starte mit einer einzigen Veränderung, zum Beispiel der Kartenabfrage zu Beginn. Wenn die Gruppe merkt, dass die Sitzung dadurch angenehmer und ergiebiger wird, öffnet sich die Bereitschaft für weitere Methoden ganz von selbst. Ein kleines Set an Moderationsmaterial - Karten, Stifte, Klebepunkte - lässt sich günstig anschaffen und für viele Sitzungen wiederverwenden.
Das brauchst du, um deine Sitzung partizaptiver zu gestalten
Zeit: ca. 1 bis 2 Stunden zusätzliche Vorbereitung, zuständig ist die Sitzungsleitung
Material:
- Moderationskarten in zwei bis drei Farben (ca. 5 Euro)
- Klebepunkte in zwei Farben (ca. 3 Euro)
- Flipchartpapier oder große Papierbögen (ca. 5 Euro)
- Filzstifte für alle Teilnehmer*innen (ca. 5 Euro)
- Pinnwand oder Stellwand (häufig im Vereinsheim vorhanden)
